Hildburghausen: Nazi-Anzeige hat für Bürgermeister keine Konsequenzen

Der Bürgermeister von Hildburghausen Holger Obst (CDU) sorgte Ende Febuar für Schlagzeilen, da dieser unkommentiert eine originale Nazi-Anzeige von 1945 im Amtsblatt der Stadt abdrucken ließ. Abgesehen von einem symbolischen Rüffel hat dieser aber mit keinen Konsequenzen zu rechnen.

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Hildburghausen: Flüchtlingsrat kritisiert Razzien in Gemeinschaftsunterkünften und fordert Aufklärung

In Hildburghausen wartete am 28. Februar ein Großaufgebot der Polizei auf, um zwei Gemeinschaftsunterkünfte für Asybewerber*innen zu durchsuchen. Die euphemistisch als Begehung bezeichnete Durchsuchung diente laut Medienberichten der „Risikoanalyse … zum Schutz vor Brand-Havariegefahren und potenziellen gewalttätigen Übergriffen“. Nicht nur scheint dafür das Polizeiaufgebot mit 20 Einsatzfahrzeugen reichlich übertrieben, der Flüchtlingrat Thüringen e.V. stellt auch die Legalität der Durchsuchung in Frage. Wir dokumentieren deren Pressemitteilung. Continue reading „Hildburghausen: Flüchtlingsrat kritisiert Razzien in Gemeinschaftsunterkünften und fordert Aufklärung“

Sonneberg / Kloster Veßra: Frenck scheitert vorerst mit Grundstückskauf

Ende letzten Jahres sorgte die Meldung für Aufsehen, Tommy Frenck habe ein weitere Grundstück direkt in Kloster Veßra erworben, gegenüber seiner aktuellen Immobilie. Das Grundstück wurde von der Deutschen Bahn veräußert, diese legte nun selbst Beschwerde ein, welcher das Amtsgericht Sonneberg statt gab. Vorerst konnte der Kauf damit abgewendet werden, sollte der Beschluss rechtskräftig werden.

von: Antifa Suhl/Zella-Mehlis

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Zella-Mehlis: Rothschild-Gedenkstein erneut von Vandalismus betroffen

Auf dem Alten Friedhof in Zella-Mehlis erinnert ein Gedenkstein an Max Rothschild. Die jüdische Familie Rothschild lebte bis 1942 in Zella-Mehlis, bis alle Juden nach Theresienstadt deportiert wurden. Der Gedenkstein für Max Rothschild, welcher an einem Herzinfakt verstarb als er die Nachricht seiner Deportation erhielt, wurde nun durch Unbekannte beschädigt.

von: Antifa Suhl/Zella-Mehlis

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Suhl: Nachtrag zur Razzia gegen „Blood & Honour“

Am 12. Dezember kam es in mehreren Bundesländern zu Razzien bei Neonazis. Ihnen wird vorgeworfen das verbotene Netzwerk „Blood&Honour“ im Untergrund weitergeführt und die Vertriebsstrukturen mit ihren Verbindungen ins Ausland aufrecht erhalten zu haben. Dabei traf es u.a. Neonazis in Suhl und Benshausen. Im folgenden Nachtrag wollen wir einen der Hauptakteure kurz vorstellen und seine Verbindungen in die organisierte Neonaziszene aufzeigen.

von: Antifa Suhl/Zella-Mehlis

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Thüringer Ratschlag distanziert sich von MLPD

Wenn eine MLPD mit den Worten „Außergewöhnliche Situationen erfordern radikale Lösungen“ Wahlwerbung veranstaltet, klingt das wie eine Drohung. Das ist sie nicht, da ihr zur Durchsetzung ihres politischen Ziels die politische Macht fehlt. Um ihre eigene Marginalität – auch innerhalb der Linken – wissend, sind die Antisemiten und Stalinisten der MLPD bestrebt, dies zu ändern und versuchen immer wieder in linken Zusammenhängen Fuß zu fassen. So auch bei der Vorbereitung zum diesjährige Ratschlag. Dieser sprach sich dezidiert gegen eine Zusammenarbeit aus. Die Gründe dafür erläutert er in einem Positionspapier, das nun mit Verspätung auch veröffentlich wurde und untenstehend dokumentiert ist. Außerdem dokumentieren wir einen Artikel aus der linksradikalen Zeitschrift Lirabelle von Ox Y. Moron, der dazu eine ergänzende Analyse vornimmt.

Mit den Worten Rosa Luxemburgs sei eine wesentliche Differenz zur MLPD wie folgt auf den Punkt gebracht:
„In den bürgerlichen Revolutionen waren Blutvergießen, Terror, politischer Mord die unentbehrliche Waffe in der Hand der aufsteigenden Klassen.
Die proletarische Revolution bedarf für ihre Ziele keines Terrors, sie haßt und verabscheut den Menschenmord. Sie bedarf dieser Kampfmittel nicht, weil sie nicht Individuen, sondern Institutionen bekämpft, weil sie nicht mit naiven Illusionen in die Arena tritt, deren Enttäuschung sie blutig zu rächen hätte.“ (Aus: Was will der Spartakusbund) Continue reading „Thüringer Ratschlag distanziert sich von MLPD“

Kloster Veßra: Frenck kauft weitere Immobilie

Wie vor einigen Wochen bekannt wurde, hat Tommy Frenck eine neue Immobilie sowie ein dazugehöriges Grundstück in Kloster Veßra erworben. Das besagte neue Haus befindet sich schräg gegenüber von seinem Gasthaus, gleich neben dem Autohaus des Ex-AfD-Mitgliedes Bodo Dressel. Dieser verpachtet u. a. das Veranstaltungsgelände für Rechtsrockevents in Themar an Frenck. Die Deutsche Bahn prüft zwar aktuell ihr Vorkaufrecht, doch viel Hoffnung gibt es nicht. Einmal mehr zeigt sich, wie das laufende Rechtsrockgeschäft die Szene finanziert und wie sie expandiert. Wir dokumentieren zwei Artikel zum Hauskauf in Kloster Veßra. Continue reading „Kloster Veßra: Frenck kauft weitere Immobilie“

Rudolstadt/ Saalfeld: Prozessbeginn „United we stand“

Wie die Rote Hilfe Südthüringen berichtet, fand am Donnerstag, den 1. November 2018 der erste Verhandlungstag gegen einen der Körperverletzung gegen einen Nazi beschuldigten Antifaschisten am Rudolstädter Amtsgericht statt. Begleitet wurde der erste Verhandlungstag von einer Solidaritätskundgebung mt etwa 50 Teilnehmer_innen. Er endete noch vor der Verlesung der Anklageschrift. Ein zweiter für die Verhandlung angesetzter Termin entfällt. Wann es weiter geht, ist unklar. Continue reading „Rudolstadt/ Saalfeld: Prozessbeginn „United we stand““

Ilmenau: CDU-Bürgermeisterkandidat und ehemaliger VSler scheitert bei Wahl

Am Sonntag, den 21. Oktober 2018 wurde in Ilmenau ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Als Wahlsieger ging der von der lokalen Wählervereinigung Pro Bockwurst ins Rennen geschickte und von der SPD, den Grünen und der Linken unterstützte Kandidat Daniel Schultheiß hervor. Als Gegenkandidat trat der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Bühl an, ehemaliger Mitarbeiter beim Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz und jüngerer Bruder des AfD-Bundestagsabgeordneten Marcus Bühl.

von: Antifa Arnstadt-Ilmenau

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