
Der Prozess am OLG Jena gegen Kevin Noeske und Marvin Wolf als Kader von Knockout 51 gemeinsam mit dem als Unterstützer angeklagten Patrick Wieschke steht kurz vor dem Abschluss. Bereits der erste Prozess gegen Leon Ringl, Eric Krempler, Maximilian Andreas und Bastian Adam stellte in seiner Verkürzung auf wenige Taten und bloß vier Angeklagte eine starke Verzerrung der Eisenacher Realitäten unter dem Alltagsterror der örtlichen Neonaziszene dar. Alleine Knockout 51 sind zweitweise über zwanzig Personen zuzuordnen gewesen, von denen wiederum ein gutes Dutzend unmittelbar an den verschiedenen Taten und am Aufbau der Gruppenstruktur beteiligt war. Weil die Bundesanwaltschaft sich für eine sehr verkürzte Anklage gegen wenige Exponenten entschied, entkamen viele HelferInnen der Öffentlichkeit eines Strafprozesses wegen Terrorverdachts. Dabei steht hinter den angeklagten Taten und der Gruppenstruktur eine ganze Szene überwiegend junger Neonazis, die bei bestem Wissen am Terror mit Tötungsabsichten gegen Linke mitgewirkt haben. Im Folgenden soll ein wenig Licht ins Dunkel dieser Eisenacher Zustände gebracht werden, die auch zwei Strafprozesse gegen wenige Kader von Knockout 51 überdauern werden.
Ein Beitrag von ‚We’re watching you, 51‘
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